
Alle Kunst ist Nachahmung der Natur. wird unter anderen Lucius Annaeus Seneca (4 v.Chr. bis 65 n. Chr.) zugeschrieben.
Ob man gezielt durch diesen Sektor steuert oder sich einfach treiben lässt - diese Experimente veranschaulichen das Wesen des Wassers und bringen die Schönheit seiner "phänomenalen" Verkörperung voll zur Entfaltung. Die Phänobjekte fordern auf, sich über das Entstehen von Wirbeln, Wellen und Strömungen ein Bild zu machen und das bewusst zu sehen, worüber man sonst achtlos hinweggeht.

Übrigens beginnt das Wassererlebnis bereits im Aussenbereich vor dem Eingang: am grosszügig dimensionierten Bassin können besonders Kinder und Jugendliche (überschüssige) Energie ablassen: mit Hilfe von Handrädern und Hebeln lassen sich Schöpfanlagen, die archimedische Förderschraube sowie unter- und oberschlächtiges Wasserrad bewegen.
Was Sie am "Stroboskop-Brunnen" sehen, sind schlicht und baumnussgross die grössten Wassertropfen, die auf unserem Planeten überhaupt möglich sind. Was letztlich mit der Oberflächenspannung des Wassers und der Schwerkraft zu tun hat. Die glitzernden Kugelstrahlen erinnern an rohe Diamanten. Sie scheinen auf ihrer Fallbahn stillzustehen oder gar aufwärts zu "fallen".

Die unregelmässige Seite der Natur, ihr unstetes und unvorhersagbares Verhalten, haben die Wissenschaftler immer wieder herausgefordert. Erscheinungen, die man lange Zeit als unerklärbar verdrängte, haben während der letzten Jahrzehnte bei vielen Forschern das Interessse geweckt: es entstand die Chaostheorie.

Der "Chaotische Brunnen" - gleichsam das Emblem dieses ganzen Sektors - veranschaulicht den berühmten "Schmetterlings-Effekt", das Bild für die Unmöglichkeit von Vorhersagen aufgrund bestimmter Anfangsbedingungen und physikalischer Gesetze.

In einer Flüssigkeit, die sich ruhig bewegt, ist die Strömung laminar. Wirken dagegen äussere Kräfte ein, wird die Strömung turbulent - wie die Wellen am Strand oder der Rahm im Kaffee. Es kommt zu vielfältig ausgeformten Wirbeln und Strudeln. Der "Turbulente Globus" zeigt diese Vorgänge auf faszinierende Weise.

Von Sanddünen bis zu zellartigen Strukturen, die bei Wirbelstürmen entstehen, ist die Natur voller musterbildender Systeme. Strudel, Strömungs- und Wellenmuster, geothermische Erscheinungen, Bruch-Zonen und Senkungen, Erdbeben, pulsierendes Magma - was sich sonst über Kontinente und Meere, über grosse Zeiträume abspielt, kann im Technorama unter einem Dach verfolgt werden.
Die in der freien Natur wirkenden Kräfte sind dabei auf einen Massstab verdichtet, der für uns räumlich und zeitlich wahrnehmbar und nachvollziehbar wird.

Das pièce de résistance ist unbestritten der Feuer-Tornado, der sich - im freien Raum schwebend - fast fünf Meter hochwirbelt und das wissenschaftlich immer noch nicht restlos ergründete Wesen des verwüstenden "Twisters" zum unvergesslichen Erlebnis macht.

Winternächte waren mal sehr kalt - so kalt, dass der Wasserdampf der Luft aus dem gasförmigen Zustand auf Fensterscheiben direkt zu Eiskristallen gefrieren konnte. Wer es selber nicht erlebt hat, hat vielleicht schon davon gehört.

In der Natur verformt sich die Erdoberfläche langsam im Lauf von Jahrmillionen. Tektonische Verschiebungen lassen Berge entstehen, Flüsse graben durch Erosion Täler in die Landschaft, Wind und Regen tragen Material ab. So entstehen Berggipfel und -kämme, Plateaus, Schluchten.
Eingriffe durch den Menschen hingegen hinterlassen ihre Spuren in kürzester Zeit - durch Abbauhalden, Kiesgruben, Dammbauten usw.
Bei "Landfall" muss man nicht Jahre warten, hier lassen sich die Landschaften in der drehbaren Glaskugel in Minuten erzeugen und verändern. Nehmen Sie sich Zeit und versuchen Sie, sich Ihre ganz persönliche Traumlandschaft zu kreieren!

Wieso ist Ozon Schutzschild der Erde? Was hat CO2 mit dem Treibhauseffekt zu tun? Hier erfahren Sie es.
Täglich 11:00 und 15:15
Dauer ca. 15 Min.
Im Sektor "Wasser Natur Chaos" (1. OG)
