
Wenn wir die gleiche Wellenlänge verspüren, läuft's meist harmonisch andernfalls eher unharmonisch. Erfreulich, wenn eine Idee, ein Produkt, auf Resonanz stösst oder sich die Konjunktur auf hohem Niveau einpendelt.
Nichts am Hut mit Physik? Und doch sind diese Metaphern geläufig. Konkreter wird's im Sport, wo ein Eckball mit mehr Drall oder eine Rückhand mit satterem Top Spin spielentscheidend sein kann.

In dieser Ausstellung werden die erwähnten und viele andere Begriffe be-greifbar, anfassbar. Eigenes Mittun und tätige Auseinandersetzung mit Phänomenen an über 40 Experimentier-Stationen versetzen in die Lage, Dinge zu durchschauen und Zusammenhänge zu erkennen. Bei diesen Schritten zum Verständnis oder zum Auffrischen zurückliegenden Wissens sollen und dürfen - Technorama-like! - Spass, Überraschungen und Aha-Effekte mit im Spiel sein.
...mit dem Zusammenhang von Pendellänge und Periode? Dazu finden Sie im Sektor Mechanik zunächst den Tisch mit einem ganzen Pendel-ABC. Weiter das Drei-Zeiten-Pendel, ein Klassiker zwar, aber im Technorama mit Experimentier-Spielraum über das déjà-vu hinaus.
Besonders fesselnd: die "Pendel-Welle", die zunächst völlig aus dem Takt gerät, um auf magische Weise zu geordnetem Hin und Her zurückzufinden - eine eigenartige Empfindung.
Gleichgültig, ob einem Lissajous-Figuren, stehende Wellen und Interferenz etwas sagen, ob bei gekoppelten Schwingungen und beim Gedanken an die Coriolis-Kraft der Puls steigt oder nicht: Warum nicht einfach weiter nichts tun, als die schlichte Erhabenheit der Phänomene oder die hypnotisch wirkenden und auf das menschliche Mass abgestimmten Rhythmen der Abläufe geniessen?

Einfach ausprobieren und beobachten, wie das bei 2,67-facher Schwerkraft (verglichen mit der Erde) beim grössten Planeten unseres Sonnensystems wird.
Stehende Wellen - einfache, doppelte, dreifache - sind ein Kinderspiel, sobald man (wieder)entdeckt hat, wie Anzahl "Wellenbäuche” und Anregungs-Frequenz beim Schütteln eines Seiles zusammenhängen.
Über ein halbes Jahrhundert alt ist die Spielfeder, auch als Slinky oder Flexi bekannt. Eine geeignete Requisite, um in der Schulstube Wellenmechanik zu demonstrieren.
Eine völlig neue Qualität erreichen Anschaulichkeit und Erfahrbarkeit, wenn die "Federwelle" mit ihren raumfüllenden 6 m Länge das Forscherinteresse weckt. Ein leichter Impuls, und schon pflanzt sich eine Longitudinalwelle wie beim Steinwurf in die ruhige Wasserfläche fort, um am Ende aufzuprallen und wieder zurückzulaufen. Beim seitlichen Aufschaukeln dann die Transversalwelle. Und mit etwas Üben gelingt sogar eine stehende Welle.

Selbst solchen Begriffen kommt man beim Durchforschen dieser "phänomenalen” Exponatereihe auf die Spur und entdeckt, wie wunderlich sich Kreisel aller Art verhalten. Und wer sich auf den "Rodeo-Kreisel" (siehe Bild ganz oben) schwingt, bekommt dies gleich am ganzen Körper zu spüren.
"Spindrift" (Bild unten) ist die Originalbezeichnung für die lichtbeflutete Schüssel, in welcher herumwirbelnde Zahnräder, Handkurbeln und andere ringförmige Objekte verschlungene Konturen annehmen.
Ob und dass es gelingt, nach dem Prinzip des Talerschwingens eine Kugellagerkugel innert Sekunden auf ein rasendes Tempo "hochzupumpen”, hängt beim Exponat "Kugelschwingen" vom einübbaren Gefühl für Resonanz ab.


Und sie (die Erde) dreht sich doch! Erstaunliche Phänomene zeigen sich, wenn ein Tag nur 4 Sekunden dauert.
Täglich 11:00 und 15:15
Dauer ca. 15 Min.
Im Sektor "Mechanik" (EG)
